ZWEITER LAUF ZUR PROTOCHAMPSERIES


"Historic Challenge Oehna" im Rahmen von Back On Track



DAS SCHÖNSTE....


... war natürlich, dass diese Veranstaltung in Corona-Zeiten überhaupt
stattfand! Veranstalter JH Eventainment - Cheffe ist hier der uns allen
bekannte Jörg Hoffmann - tat alles, dass alle Vorbereitungen bestens
und bis ins kleinste Detail geplant problemlos durchgeführt werden konnten.
Unglaublich, welcher Mehraufwand Corona-geschuldet hier betrieben
werden muss - und wie aufwändig es ist in dem bekannt familiärem Umfeld
ständig darauf zu achten, dass alle Teilnehmer sich an die Vorschriften auch
halten...aber alle waren brav. Ein Wunder.

23 Starter freuten sich nach vielen Absagen in diesem Jahr endlich mal wieder ihre schönen Fahrzeuge bewegen zu dürfen - und fast noch mehr drauf, die Motorsportkumpels endlich mal wieder mit den entsprechend schönen Geräuschen persönlich zu sehen! Erstmals wurde das Feld in Gruppen eingeteilt - was von allen Teilnehmern positiv bewertet wurde. So war man in einer Gruppe von ähnlichen Fahrzeugen unterwegs - auch was Fahrleistungen und Tempo anbelangt. Auch ist so sichergestellt, dass ein großer Tourenwagen den flachen Formelrenner, der vielleicht hinter ihm fährt, nicht übersieht. Und am Ende des Tages konnten dann doch Fahrzeuge unterschiedlicher Gruppen nochmal zusammen auf die Piste gehen, denn gerne fahren eng befreundete Teilnehmer auch mal zusammen auf dem Kurs, auch wenn ihre Fahrzeuge etwas ungleich sind... Last not least ist das auch ein Vorteil für alle, denn so wird vermieden, dass zu Veranstaltungsbeginn sich sehr viele Teilnehmer auf der Strecke befinden ("Ich kann's kaum erwarten...") und dann gegen Ende nur ein oder zwei Renner ihre Runden absolvieren.

DER WETTBEWERB

Es ging ja um vieles! Martin Mueller mit seiner Tochter Maya hatten ja in Putlos - dem ersten Lauf zur ProtoChampSeries - gewonnen. Und Martin wollte ProtoChamp 2020 werden! Und Torsten Ewers war Zweiter in Putlos! Wäre Torsten auf Platz 2 oder 3 in Oehna gekommen - dann wäre er der ProtoChamp gewesen! War er aber nicht...und da Martin den 8.Platz in Oehna belegte, wurde er bei Punktegleichstand mit Lino Abel im ex-aequo-Verfahren der ProtoChampSeries-Meister 2020 - die erstmalige Reise für ihn in den wilden Osten hatte sich also gelohnt...denn er fährt üblicherweise mit Anhänger nicht so weit...

TOLLE AUTOS

Da gab es ja einiges zu sehen in Oehna. Einer der Stars war der Lola T70 MKIIIB von Achim Schlafke. Leider war nach drei Runden Schluss. Das Getriebe...Aber Achim ist nicht der Typ, den das aufregt. Er schnappte sich ein Flugzeug mit Pilot und kurvte dann halt in der Luft für ne Stunde herum - und stieg lachend wieder aus. Der Pollmann Silver von 1973 erlebt seinen wiederholten Frühling. Alexa Pollmann wurde ja mit diesem Fahrzeug 2008 ProtoChampSeries-Meisterin. Nun fährt ihn äußerst engagiert Georg Barton, er hat sogar Mechaniker dabei, falls mal was ist. Aber da er Motorenbauer ist, war natürlich nix. Und das Auto noch nie so schnell...Putlos war also keine Eintagsfliege. Immer imposant: Der Threewheeler von Jürgen Krull. Der kurvt einfach um alle anderen herum. Mit 60 PS geht das so eigentlich nicht... Aber es soll ja ganz besonders starke Pferde geben und aus demselben Stall kommen wie der Lotus-Cortina von Jürgen...Und Matthias Baum. Sein MGB GT mit dem Dreiliter-Achtzylinder-Motor soll so um 150 PS haben. Aber wahrscheinlich ein dickes Drehmoment mit sichtbarer Freude am jetzt tiefergelegtem Fahren. Und mittendrin die stoische Ruhe himself aus Hamburg: Harald Reiners. Er fährt einfach seine Linie, jeder weiß das. Nachmachen? Gar nicht so einfach - denn er ist für das Auto richtig schnell, auch wenns so ruhig aussieht! Und das gilt auch für Axel Schubert im Frogeye - man kann so schön seine Gesichtszüge hinter dem Plexischutz des Sturzhelmes sehen, ja, so war es früher! Und sein Sohn Marc-Philipp (angefeuert von seinen Kindern!) im Caterham, ja, das passt zum Oehna-Kurs. Ein paar ganz schnelle Teilnehmer hatten wir auch noch: Lars Hoffmann, Michael Bischoff und Frank Winter (der sich natürlich nie vor seiner Tochter blamieren darf) in herrlichen Rennsportwagen: farbig & laut! Für Gert Weiss auf dem VM 77 ist die Fahrt in Oehna nur ein Bruchteil des Gesamt-Ausfluges. Wie immer reist er auf Achse an, einfache Strecke etwa 700 Kilometer. Nun, da ist man mit seinem Fahrzeug vertraut! Dazwischen wird elegant gefahren: Michael Sielaff im Mercedes SLC, Abwechslung muss sein - oder war der DTM-Prototyp krank? Zuviele Anabolika? Immer öfters ist der weiße Porsche 911 dabei und Koosje wird schneller! Mit Schuhen! Und wunderschön, aber auch ein bisserl launisch: Der Austin Seven Special von Dietrich Merkel, wiegesagt, wunderschön, aber etwas unwillig. Timmi&Otto, ich sag es Dir, das ewige Gespann, Freunde der Nacht. Leider mit Motorschaden, keine Zündaussetzer, echt. Sensation und fast etwas befremdlich: Jens Schröder nicht auf Heckflosse! Nein sowas! Er fuhr was Blaues. Gelungener Generationenwechsel in der Bloch-Gruppe: den Abarth 1000 TC fährt jetzt der Enkel von Victor: Lino Abel - und gewinnt! Und sie haben bislang gefehlt: die Käfer. Nun sind gleich zwei ganz schnelle dabei, pilotiert von Ole und Lars Tewes, herzlich willkommen. Und Gert fuhr seinen Classic Fish. Alle Stints voll dabei, das gab es auch noch nie... Nicht-Veranstalter-sein, das hat was.

TOLLE FOTOS

Ein Event ohne Bilder - das ist wie Kaffee ohne Zucker (zumindest für mich...) So hatten wir Riesenglück, dass Norbert Möller den ganzen Tag auf der Stecke an verschiedensten Orten - und in verschiedensten Haltungen, teilweise auf dem Bauch liegend - unser schönes Tun & Treiben fotografisch so schön bunt & dynamisch auf digitalem Rollfilm ablichtete... Wer noch Bilder benötigt: Norbert ist zu erreichen: n.moeller@lifetime-vision.de !

FAZIT

Oehna war wieder toll. Und die Saison zu kurz. Mein Vorschlag für 2021: Wir gehen alle in Quarantäne nach Oehna. Der Flugverkehr wird dann eingestellt.